Roadtrip to St. Louis

09/07/2009

P1000322Samstag und Sonntag war ich mit Irene und Kathleen auf einem Roadtrip nach St. Louis. Es ist neben Chicago die andere größere Stadt in unserer Nähe und musste dementsprechend besucht werden. Also sind wir morgens um kurz nach neun los und waren dann gegen zwei dort. Die Länge des Trips erklärt sich allerdings nicht durch die Länge des Trips sondern durch ein nettes Restaurant in dem wir außer Burgern auch Chocolate Cake mit Vanilla Ice Cream, Hot Fudge und Whip Cream verspeisen mussten. Wir kamen also gut gestärkt an und nutzen diese Stärke produktiv zu Redekorierung unserer Gastgeberin Wohnung. Die Möbel sind nun umgestellt und teilweise auf dem Müll. Dankenswerterweise hatten wir hier aber nicht nur Tinewittlerspaß sondern auch unseren sehr wenig kostenintensiven Schlafplatz. Dann sogleich weiter in den städtischen Park, der unpärkischer Weise nicht nur von zahlreichen Straßen durchzogen ist, sondern auch von einem Highway. St. Louis ist sehr stolz auf diese Anlage und wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass sie größer ist als der Central Park. Dieses Konkurenzverhältnis wird jedoch meiner Vermutung nach relativ einseitig aufrecht erhalten. Jedoch hat der Park einen Zoo und ein Museum, die nach Parkpolitik beide kostenlos sind. Ersteren sahen wir niesel- und zeitbedingt leider nicht, deshalb möchte ich zu Rebekkas Freuden ein Ersatzfoto ausCIMG0525 dem Barcelonaer Zoo einfügen. Das Museum war sehr nett. Die Ausstellungen zu den letzten zwei Jahrhunderten waren zu signifikanten Teilen deutschen Künstlern gewidmet und besonders die AnselmKiefer Dinge gefielen mir sehr. Aber das ist alles nicht so aufregend, deshalb direkt weiter zum Loop, einer Essstraße in Park nähe, die wir entgegen der amerikanischen Beteuerungen, dass es unmöglich sei, ziemlich problemlos in niedrig zweistelligen Minutengrößen zu Fuß erreichen konnten. Diese Straße rühmt sich, nach einer ominösen Auswahlinstanz zu den zehn großartigsten Straßen Amerikas zu gehören. Auch hier vermute ich wieder eine Wahrnehmungsschieflage, obwohl es schon eine nette Straße war. Mit schickem historischem Kino, Essen, Kaffee und Lädchen die einen wünschen machen man hätte einen dauerhaft festen Wohnsitz und könnte lauter Dinge kaufen die man nicht in absehbaren Zeiträumen zurücklassen müsste. In einer Querstraße auf dem Weg noch diese amerikanische Absonderlichkeit: Eine Kirche und ein Fried Chicken Restaurant namens “Church’s Chicken” daneben. Auch St. Louis liegt auf dem Religiositätsbarometer irgendwo oberhalb von Hinter-Tupflingen. Nach unserem Abendmahl (woanders…) besuchten wir auf Anraten das City Museum, den aufregendsten Ort der Stadt. Die P1000331Namensgebung ist dabei etwas irreführend, denn hier wird nichts ausgestellt oder beigebracht. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen riesigen mehrstöckigen Spielplatz mit lauter Rutschen, Klettergerüsten, Riesenrädern, alten Bussen und Flugzeugen und sonstigen Abenteuerlichkeiten, der sich bis auf das Dach dieses zwölfstöckigen Hauses erstreckt. Dort haben wir uns ausgetobt und viele Fotos von uns beim Austoben gemacht. Dann gegen zwei ins Bett und am nächsten Tag umherlaufen durch Downtown. Natürlich mit der obligatorischen Besichtigung des Stadtwahrzeichens, dem “Arch”, einem zweihundermeter hohen Bogen, der die historische Position St. Louis’ als das Tor zum Westen darstellt. Lagerfeld würde an dieser Stelle sagen, ja, aber eben nur das Tor. TatsäP1000382chlich ist die Stadt nur so mittel aufregend. Auch der zweite Tag ließ sich mit sightseeing und dem Besuch einer berüchtigten Chocolate Bar noch schön gestallten, aber dann gingen uns schon die Pläne für Montag aus und wir zogen es vor, noch Sonntagnacht zurück zu fahren. Mit kreativer Streckenplanung, weil unsere Navigatorin in einen Schlaf fiel und wir das Gefühl hatten, Chicago sei eine gute Richtung. Es war auch eine gute Richtung und rein meilenmäßig hat sich gegenüber der Hinfahrt nichts geändert, als dass es die ganze Strecke über andere Meilen waren. Dankenswerterweise sind ja alle Straßen irgendwie im Quadrat angeordnet und man kann immer genausogut die anderen beiden Schenkel nehmen.

Funfacts:

1.Starbucks Pumpkin Latte ist zurück!

Eine Antwort zu „Roadtrip to St. Louis“


  1. [...] Ich will hier gar nicht mehr Worte verlieren. Adrian hat einen umfassenden Bericht geschrieben, hier nachzulesen. [...]


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